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Rauchfrei

RAUCHFREI WERDEN

Rauchfrei werden ist für viele ein unerreichbares Ziel.

Angefangen von Hypnose über Nikotinpflaster bis hin zur Akupunktur gibt es unzählige Angebote für ein rauchfreies Leben. Denkt man nur an die Achtziger und Neunziger Jahre zurück, war rauchen fast überall noch gang und gäbe. Ob in Gaststätten, Restaurants, öffentlichen Gebäuden und sogar in den letzten Reihen in Flugzeugen, Rauchen war ganz einfach normal.

Spätestens seit diesem Jahrtausend wird es Rauchern immer schwerer gemacht. Vor Restaurants und Gaststätten finden sich im Freien ganze Trauben von Rauchern. Ist das in den Sommermonaten noch ganz gemütlich, tun sie einem in der kalten Jahreszeit schon manchmal leid. Und damit nicht genug, selbst im Freien, zum Beispiel in Biergärten wird das Rauchen zwischenzeitlich verboten. Und nicht nur hierzulande.

Beachtlich empfand ich das Rauchverbot an den Stränden in Thailand, wo im Sand ein Pfahl mit Aschenbecher steckt, um diesen sich die Raucher scharren. Die Strafen für Nichtbeachtung sind in Thailand horrend. Sollte ich hier den Eindruck erwecken, dass ich Mitleid mit der rauchenden Bevölkerung habe, na ja, ich war selbst starker Raucher und sie tun mir schon manchmal leid. Nichtsdestotrotz war das Rauchen wohl einer der größten Risikofaktoren, die zu meinem Herzinfarkt geführt haben.

 

Mein Weg.

Am 16. Januar 2004 wurde ich nach meiner Herzkatheteruntersuchung und Stentimplantation aus der Klinik entlassen. Zu Hause angekommen, waren alle Zigaretten weg und alle Aschenbecher entsorgt. Meine Frau, ebenfalls Raucherin, zwar nicht so stark wie ich, hatte kurzerhand für uns beide beschlossen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Auf dem Weg in die Klinik einige Tage zuvor, rauchte ich meine letzte Zigarette und seither nie wieder. Ich habe bereits seit meinem 15. Lebensjahr geraucht, also knapp 20 Jahre lang. Täglich zwischen 30 und 40 Zigaretten. Übrigens, sämtliche Ärzte sind sich darüber einig, dass das Rauchen, bereits im Pupertätsalter besonders ungesund ist.

Meine Methode war, einfach keine Zigarette mehr anzufassen, obwohl mein halber Freundeskreis noch rauchte und viele das bis heute auch noch tun. Ich muss sagen, dass die ersten Monate ohne Zigarette schon schwer fielen. Entzugserscheinungen hatte ich keine, da waren die Eindrücke meiner Erlebnisse des Herzinfarktes einfach noch zu groß, zumal mir wirklich jeder Arzt sagte, dass das Rauchen wohl einen ganzen großen Anteil an dieser Erkrankung hatte.

Damals bis zum heutigen Tag mag ich den Geruch einer frisch angezündeten Zigarette. Der Nikotinentzug war, wie erwähnt, nicht das große Problem bei mir, sondern die Rituale, zu der man sich eine Zigarette anzündet. Zum Kaffee, beim Telefonieren, am Abend beim Weggehen zum Bier usw.. Ich habe damals angefangen, Mandarinen zu essen, um irgendetwas mit den Händen zu tun und mich abzulenken, bevor die Lust auf eine Zigarette zu groß wurde.

Was bei meiner Frau und mir leider auch ohne Gnade zuschlug, war die Gewichtszunahme im Zuge des veränderten Stoffwechsels durch das Nichtrauchen. Im Sommer 2004 war ich bei einem Gewicht von 105 KG angelangt, das waren nochmals 10 KG mehr als zu Zeiten, als ich noch rauchte. Man sagt, der Körper braucht sieben Jahre um das gesamte Nikotin wieder zu eliminieren. Ich bin nun seit mehr als 15 Jahren Nichtraucher und habe auch nicht vor, nochmals damit zu beginnen.

Lest im aktuellen Magazin, wie Ihr zum Nichtraucher werdet.